Sammlung
Die Kulturhistorische Sammlung wurde 1895 im neu erbauten Museumsgebäude in der Neutorgasse 45 durch Kaiser Franz Josef I. feierlich eröffnet. Das „Kulturhistorische und Kunstgewerbemuseum" geht auf eine Initiative des Bildhauers Karl Lacher zurück.
In einer Zeit zunehmender Industrialisierung wurde jegliche Handarbeit und somit das Kunstgewerbe verdrängt. Zahlreiche internationale Präsentationen und ab 1851 auch Weltausstellungen lösten eine Gegenbewegung aus, die dem Kunstgewerbe, aber auch der Kulturgeschichte zu neuer Bedeutung verhalfen. Zahlreiche Kunstgewerbemuseen wie das Viktoria und Albert Museum in London, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg oder das K.K. Österreichische Museum für Kunst und Industrie in Wien, heute MAK, entstanden.
Wie in den Statuten von 1887 beschlossen, soll das Museum die „Kulturepochen des Landes ... von der früheren Zeit des Mittelalters ... bis zur Gegenwart zur Anschauung bringen". Der Neubau dieses Museumsgebäudes wurde wegen seiner "volkswirtschaftlichen Bedeutung" als „eine mächtige Waffe [im] schweren Kampf, den das Gewerbe zu führen hat" bewilligt.
Karl Lacher beabsichtigte, den Besucherinnen und Besuchern neben einer Mustersammlung kunstgewerblicher Arbeiten „ein übersichtliches ethnographisches Bild von dem Wohnen, dem häuslichen Leben und Schaffen der Bewohner der Steiermark" zu präsentieren.
Bis zur Neuaufstellung und Übersiedlung aller Sammlungsobjekte Ende 2011 können wir keine wissenschaftliche Anfragen beantworten, bzw. müssen wir den Leihverkehr bis dahin einstellen. Wir ersuchen um Ihr Verständnis!
Prunkwagen Friedrichs III.
So prunkvoll ausgestattete Wagen werden von Herrschern zu feierlichen Anlässen wie Krönungen, Hochzeiten, Turnieren oder Festzügen verwendet. 
Herzogshut
Der steirische Herzogshut stammt aus der Zeit Herzog Ernsts des Eisernen (gest. 1424) und ist somit der älteste und einzige noch aus dem Mittelalter stammende Herzogshut Österreichs. 
Herrenwams von Friedrich Graf Stubenberg (gest. 13.2.1575)
Das Wams wurde von Friedrich von Stubenberg als Grabgewand getragen und im Zuge der Öffnung der Grabkammer unter der Jakobskirche in Frauenburg bei Unzmarkt im Jahre 1971 entdeckt. 
Schmiedeeisensammlung
In der ca. 4000 Objekte umfassenden Schmiedeeisensammlung spiegelt sich die Bedeutung des Erzabbaues in der Steiermark wider. 
Glassammlung
Eine umfassende Glassammlung dokumentiert die stilistische Entwicklung vom 16. Jahrhundert bis heute. 
Textilsammlung
Die Schwerpunkte der Textilsammlung liegen in der Bekleidung und den dazu passenden Accessoires. Die Textilsammlung wird durch Spitzen, Gewebe und Stickereien sowie Teppiche, Tapeten und kirchliche Textilien ergänzt. 







