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„Die Presse“-Gespräch: Naturwissenschaft abbilden

Michael Fleischhacker im Gespräch mit Gerhard Aubrecht, Markus Hengstschläger und Wolfgang Paill

  • 07.11.2011, 19:00 Uhr

Information: +43-316/8017-9211
Im Rahmen des Studierenden-Tages im Kunsthaus Graz. Eintritt frei!

Naturkundliche Museen und ihre Sammlungen bilden die Grundlage für die Beschreibung, Benennung und Klassifizierung von Arten. Sie sind Zentren der Biodiversitätsforschung und leisten einen wichtigen Beitrag in der Vermittlung von aktuellen Forschungserkenntnissen. Welche Möglichkeiten gibt es, Wissenschaft museal abbildbar zu machen und komplexe Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen? Der Genetiker Markus Hengstschläger, der Leiter der Abteilung Biowissenschaften am Universalmuseum Joanneum, Wolfgang Paill, und Gerhard Aubrecht, Leiter der naturwissenschaftlichen Sammlungen (Biologiezentrum) und Vizedirektor der Oberösterreichischen Landesmuseen, diskutieren mit Michael Fleischhacker u. a. über die geplanten Vermittlungskonzepte für das neue Naturkundemuseum im Joanneumsviertel und darüber, welche neuen Wege sich auch für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auftun.

Gerhard Aubrecht studierte Zoologie und Botanik an der Universität Wien. Seit 1980 ist er Mitarbeiter des Oberösterreichischen Landesmuseums. Dort war er durchgehend Sammlungsleiter für Wirbeltiere, seit 2002 ist er auch Leiter der naturwissenschaftlichen Sammlungen (Biologiezentrum) und Vizedirektor der Oberösterreichischen Landesmuseen. Aubrecht ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Bücher mit Schwerpunkt Ornithologie, Populationsökologie, Wissenschaftsgeschichte, Biodiversitätsdatenbanken und Museologie (regional, national, international). Er ist Kurator und fachlich beteiligt an zahlreichen
(populär)wissenschaftlichen Ausstellungen, u.a. am Schlossmuseum Linz. Aubrecht ist Mitglied der europäischen naturkundlichen Forschungsmuseen (CETAF). Er fördert die Biodiversitätsforschung an naturkundlichen Forschungsmuseen und die Beteiligung an EU-Projekten.

Markus Hengstschläger studierte Genetik an der Universität Wien und promovierte im Alter von 24 Jahren als Universitätsassistent am Vienna Biocenter. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Yale University in den USA leitete er die genetischen Labors der Frauenklinik Wien. 2003 wurde Hengstschläger zum Universitätsprofessor für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien berufen. Hengstschläger hat außerdem eine
abgeschlossene Ausbildung zum Fachhumangenetiker. Heute ist er Vorstand der Abteilung für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien und leitet die genetische Abteilung des Wunschbaby-Zentrums, Institut für Kinderwunsch, Wien. Sein gegenwärtiger Forschungsschwerpunkt liegt in der Grundlagenwissenschaft und Routinediagnostik im Bereich der medizinischen Genetik. Er ist auch Moderator der Medizin- und Wissenschaftssendung "Radiodoktor" im Radio Ö1 des ORF. Seit September 2010 ist er Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung.

Wolfgang Paill studierte Biologie/Zoologie und Botanik an der Karl-Franzens-Universität Graz. Von 1991-2006 hatte er Lehraufträge und Tutorien im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungen am Institut für Zoologie der Karl-Franzens Universität Graz, von 1991-1999 erhielt er Forschungsstipendien. 1993 gründete Paill das Ingenieurbüro „ÖKOTEAM – Institut für Tierökologie und Naturraumplanung OG“ und wurde 1996 unter die Top-100-Jungunternehmer gewählt. Von 1993-2011 war er geschäftsführender Gesellschafter mit zahlreichen Projektleitungen und -bearbeitungen in den Aufgabenfeldern naturräumliche und zoologische Kartierungen, Gutachten, Umweltverträglichkeitserklärungen, strategische Umweltprüfungen, Naturverträglichkeitsprüfungen, Machbarkeitsstudien, Schutzgebietsplanung, -management und -inventarisierung, ökologische Bauaufsichten, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Forschung. Seit 2011 leitet Paill die Abteilung Biowissenschaften am Universalmuseum Joanneum.


  • Terminbereich: Kultur |
  • Kategorien: Veranstaltung