Weiter zum Inhalt






Zeughaus

Zeughäuser waren seit dem 15. Jahrhundert im alten Europa Gebäude für die Lagerung von Waffen, Munition und Kriegsgeräten. Mit „Zeug“ bezeichnete man in den deutschen Ländern alles, was mit dem Geschütz zu tun hatte – dementsprechend dienten Zeughäuser anfangs nur der Verwaltung dieser größten und auch teuersten Waffengattung. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts fanden auch Handwaffen der Infanterie in den Rüstkammern Aufnahme.
Im Verlauf des 16. Jahrhunderts wurden zahlreiche neue Zeughäuser gebaut, in denen sämtliche Handwaffen, auch die der in diesen Jahren völlig neu ausgerüsteten Reiterei, untergebracht wurden. Bald hatte nahezu jede befestigte Stadt in Europa ein Zeughaus.

nach Peter Krenn: Das Landeszeughaus und sein Platz in der Geschichte. In: Imperial Austria. Steirische Kunst- und Waffenschätze aus vier Jahrhunderten. 2000