Weiter zum Inhalt


Wittgenstein bei West

Franz West im Gespräch mit Peter Keicher und Peter Pakesch

  • 30.11.2010, 18:00 Uhr

Gespräch im Rahmen der Aussstellung "Franz West. Autotheater, Köln – Neapel – Graz"

Franz West begann in den Siebzigerjahren, sich mit der Philosophie Ludwig Wittgensteins zu beschäftigen. Der Tractatus war für ihn lange Zeit ein wichtiges „Begleitbüchlein“; vielleicht gerade weil er den Tractatus zunächst kaum verstand, entwickelte Franz West mit schlechtem Gewissen seine eigene lebensphilosophische Interpretation dieses Werkes. Später entdeckte er in den Vorlesungen über Ästhetik einige „Kritzel“, die Wittgenstein als grafische Beispiele für Sinnlosigkeit und Beliebigkeit verwendet hatte. Diese „Kritzel“ ließen Franz West nicht mehr los und über viele Jahre hinweg gestaltete er ausgehend von den „Kritzeln“ verschiedene plastische Modelle, die teilweise zu großen benutzbaren und „besitzbaren“ Skulpturen führten. Diese Skulpturen sind visuelle, plastische und gebrauchsorientierte „Zitate“ nach Wittgenstein, eines der frühesten Modelle trägt den Titel „Wittgensteinzitat“.

Franz West, “Wittgensteinzitat”, 1985

Im Gespräch mit Peter Pakesch und Peter Keicher erläutert Franz West seine Interpretation der Philosophie Wittgensteins, sowohl im Hinblick auf lebensphilosophische Fragestellungen als auch im Hinblick auf die „Übersetzbarkeit“ von Philosophie und Kunst.

Dr. phil. Peter Keicher studierte Philosophie an der Universität Karlsruhe (TH) und an der Université Paris VIII Vincennes à Saint-Denis, er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gastforscher an den beiden Wittgenstein-Archiven in Bergen (Norwegen) und Cambridge (England) tätig und gilt als Spezialist für Wittgensteins Nachlass, 2010 war er Arts and Sciences-Fellow des WWTF an der Universität Wien.

 

 

 

 


  • Terminart: Kunst/Ausstellungen Ausstellung, Lernen & Wissen Wissen |
  • Terminbereich: Kultur |
  • Kategorien: Künstler/-innengespräch