Gsellmanns Weltmaschine
Vortrag von Guido Magnaguagno
- 11.05.2010, 19:00 Uhr
Eintritt frei!
Am 13. Mai 1910 hat Franz Gsellmann, der Erfinder der „Weltmaschine“, in der Steiermark das Licht der Welt erblickt. „Die Welt“ muss ihm als derartiges Rätsel erschienen sein, dass er es mit der Konstruktion einer eigenen „Maschine“ zu ergründen suchte. Nachdem der Landwirt 1958 in einer Zeitung ein Foto des „Atomiums“ der Brüsseler Weltausstellung gesehen hatte, machte er sich auf seinem Hof in Kaag bei Edelsbach/Feldbach unverzüglich an die Arbeit. Er beendete die Verwirklichung seines Lebenstraums im Jahr 1981 und verließ die irdische Welt umgehend.
Unter den frühen Besuchern des „Maschinen- Wunders“ befanden sich auch die beiden Schweizer Eisenplastiker Jean Tinguely und Bernhard Luginbühl. Gerade durch die Gegenüberstellung ihrer in der Kunstwelt verankerten und gefeierten Werke wird die ingeniöse Einzigartigkeit von Gsellmanns Schöpfung deutlich, in welcher sich Forschergeist und religiöse Erlösung zu einem eigenen skulpturalen Kosmos vereinigen.
Zum Abschluss des Vortrages zeigt das Kunsthaus Graz den Film Die Weltmaschine (1981, 100 min), Regie: Peter Patzak, Drehbuch: Christine Nöstlinger.
Guido Magnaguagno
geb. 1946, 1980-2000 Kurator und Vizedirektor am Kunsthaus Zürich, 2001-2009 Direktor Museum Tinguely Basel
- Kunsthaus Graz, Space04
- Lendkai 1
- 8020 - Graz
- T +43-316/8017-9200
- kunsthausgraz@museum-joanneum.at
- Terminart: Film/Neue Medien, Lernen & Wissen Vortrag |
- Terminbereich: Kultur |
- Kategorien: Vortrag









