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Erlebnis Erdgeschichte

Begeben Sie sich mit uns auf die Suche nach den versteinerten Zeugen unserer Vergangenheit

  • 20.09.2009, 09:00 - 16:00 Uhr

 

Wenn man im Naturpark Südsteirisches Weinland über "Geschichte" spricht, so bezieht sich das meist auf die Hallstattzeit, Flavia Solva und den Frauenberg. Aber wussten Sie, dass unsere Region vor 16 Mio. Jahren auf der geografischen Höhe des Nildeltas lag und dass die Resultate daraus noch heute unser Leben und unsere Wirtschaft beeinflussen?

Haizahn, Foto: Universalmuseum Joanneum

16 Millionen Jahre: Hätte Graz damals schon existiert, wäre es sicher eine wunderschöne Küstenstadt gewesen. Die Oststeiermark war ein tiefes und die Weststeiermark ein flaches Meer, aus dem Inseln herausragten und das am Fuße der Koralm seine Ufer hatte. Auf Grund der geografischen Lage (da sich die Kontinente ca. 2 cm pro Jahr nach Norden verschieben, befanden wir uns damals auf der Höhe des Nildeltas) war das Meer, welches unsere Heimat bedeckte, warm und lichtdurchflutet.

Ein idealer Ort, an dem Algen und Korallen rund um die Inseln mächtige Riffe errichteten, die von Muscheln, Krabben und anderen Meereslebewesen bewohnt waren. Delfine, Schildkröten und Rochen sowie verschiedenste Fische waren freischwimmende Besucher dieser Riffe, wie uns Fossilienfunde beweisen.

Wirtschaftliche Auswirkungen aus dieser Zeit sind die Leithakalke, die bereits vor 2000 Jahren als Baustoff in der Region abgebaut wurden und die heute vor allem von der Firma Lafarge-Perlmooser als Rohstoff für die Zementerzeugung dienen.

Auch im Wein, dessen Reifung unmittelbar mit den Hügellagen und dem mineralreichen Boden in Zusammenhang stehen, profitieren wir vom "Steirer-Meer" bis heute. Auch der Tourismus baut auf die landschaftliche Schönheit, deren Grundlagen vor 16 Mio. Jahren gelegt wurden.

Dokumentiert ist diese Frühgeschichte der Region in versteinerten Pflanzen und Tieren, die wir zahlreich als Fossilien finden.

Gemeinsam mit "... der Steirer Land ..." laden wir Sie zu einem Erlebnistag für Kinder, Erwachsene und Gäste in den Steinbruch Retznei der Firma Lafarge-Perlmooser. Nach einer Einführung in die Erdgeschichte erkunden wir gemeinsam den Steinbruch und begeben uns auf die Suche nach versteinerten Zeugen der Vergangenheit.

Selbstverständlich dürfen Sie die gefundenen Fossilien behalten!

Sonntag, 20.09.2009
Vormittag: 09:00 - 12:00 Uhr
Nachmittag: 13:00 - 16:00 Uhr

Anmeldung erforderlich unter +43 316 8017-9730 / -9734
oder ulrike.hauser@museum-joanneum.at

Der Unkostenbeitrag für die wissenschaftliche Begleitung und das Werkzeug beträgt für Erwachsene € 5,00 und für Kinder € 3,50.


  • Steinbruch Retznei der Lafarge Zementwerke GmbH
  • Terminart: Lernen & Wissen Wissen |
  • Terminbereich: Kultur |
  • Kategorien: Veranstaltung