Geologischer Rahmen paläozoischer Riffe Österreichs mit besonderer Berücksichtigung der Riff-Architektur im Grazer Paläozoikum
von Bernhard Hubmann, Thomas J. Suttner & Fritz Messner
Zusammenfassung: Paläozoische Riffablagerungen des alpinen Raumes sind schon
lange bekannt und haben früh Eingang in die Literatur gefunden. Im folgenden wird eine Zusammenschau dieser Entwicklungen, sowie deren Einordnung in stratigraphische Schemata aller nichtmetamorphen Paläozoikumsvorkommen Österreichs geboten. Für die detaillierte Untersuchung von Riffen und riffassoziierten Ablagerungen muss generell bedacht werden, dass alle alpinen Paläozoikumsvorkommen verschiedenste Einschränkungen durch tektonische Zuschnitte, Dolomitisierung, metamorphe Überprägungen etc. während zweier orogener Phasen erlitten haben. Im Grazer Paläozoikum lassen sich im Zeitbereich Unter- bis Mittel-/Oberdevon vier Phasen der Riffentwicklung unterscheiden: flachhügelige, durch ästige Stromatoporen aufgebaute Körper, Korallen-Stromatoporen-Biostrome, Flecken-Riffstrukturen und von massiven rugosen Korallen dominierte Riffkörper.
Schlüsselworte: Paläozoikum; Geologischer Rahmen; Riffentwicklung; Grazer Devon.
Joannea Geol. Paläont. 8: 47-72 (2006)


