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Verbesserte Strukturkarte der Neogenbasis für den Raum Rechnitz–Hannersdorf (Burgenland)

von Franz Weber & Herfried Graßl

Zusammenfassung: Durch refraktionsseismische Messungen konnte gegenüber der Karte von Kröll (1988) eine verbesserte Strukturkarte des neogenen Untergrundes für den Raum Rechnitz–Hannersdorf (Burgenland) entworfen werden. Danach erscheint das Eintauchen der Neogenbasis WSW–S Rechnitz und N–NE Hannersdorf durchwegs bruchlos. Eine E-ENE streichende Mulde, etwa 3 km südlich von Rechnitz, steht im Westen mit der Teilbucht von Großpetersdorf und im Nordosten mit einer bedeutenden Muldenzone in Westungarn in Verbindung. Die Mulde durchbricht die Südburgenländische Schwelle als Querdepression und könnte demnach auch von tektonischer Bedeutung sein. Westlich Schandorf weist der Untergrund ein stärkeres Relief auf, wobei im Zentrum einer Einmuldung ein Sprung in der Geschwindigkeit des Untergrundrefraktors erfolgt, der auf eine Lithologieänderung im Beckenuntergrund hinweist. Im Großteil des Messgebietes dürfte unter dem Neogen Penninikum anstehen, wobei auch die Grenze gegen das Oberostalpin abzugrenzen versucht wurde.

Schlüsselworte: Penninikum von Rechnitz; Präneogener Untergrund; Südburgenländische Schwelle; Steirisches Becken.

Joannea Geol. Paläont. 6: 45–55 (2005)