Ergebnisse eines reflexionsseismischen Profiles bei Kalsdorf/Steiermark
von Franz Weber
Zusammenfassung: Ein 4 km langes reflexionsseismisches Profil wurde von der Rohölaufsuchungs – AG im Jahre 1952 im Raum W Kalsdorf gemessen. Generell nimmt die Tertiärmächtigkeit vom N nach S von ca. 850 m auf etwa 1.000 m zu. Das flache südliche Einfallen der Tertiärbasis wird bei Wundschuh durch 2 normalabschiebende, vermutlich NNW – SSE streichende Brüche mit Sprunghöhen bis etwa 50 m unterbrochen. Ca. 1 km W Kalsdorf ist im Tertiär (Karpat?) eine asymmetrische Aufwölbung mit Scheitel in –150 m unter NN ausgebildet, die als sedimentäre Struktur interpretiert wird. Mindestens in den oberen 300 m der Schichtfolge herrscht ganz flaches südliches Einfallen (1,3°) bis söhlige Lagerung, während in den tieferen Abschnitten lokal Einfallswinkel bis 6° beobachtet wurden. Damit sind nur geringe Hinweise auf eine "Steirische Diskordanz" gegeben.
Joannea Geol. Paläont. 1: 91-102 (1999)


