Die aktuelle Produktion mineralischer Rohstoffe in der Steiermark
von Fritz Ebner
Zusammenfassung: Der vielfältige geologische Aufbau der Steiermark mit alpinen Landesteilen, quartären Tallandschaften und neogenen Becken bewirkt eine große Anzahl (ca. 600), aber überwiegend kleiner Vorkommen und Lagerstätten mineralischer Rohstoffe. Nach dem zweiten Weltkrieg ging, bedingt durch steigende Lohnkosten und Umweltstandards sowie die weltweite Rohstoffverfügbarkeit, die Anzahl der Bergbaue drastisch zurück. Bergfreie und bundeseigene mineralische Rohstoffe werden derzeit in folgender Anzahl von Betrieben abgebaut: Eisenerz (1), Magnesit (5), Talk/Leukophyllit (2), Grafit (1), Gips/Anhydrit (2), Salzsole/Steinsalz (1), Ton (11), Kalkstein (21) und Diabas (1). Lediglich Bergbaue auf Magnesit und Talk/Leukophyllit betreffen Lagerstätten von globaler Bedeutung. Die statistische Erfassung der Förderdaten der grundeigenen Baurohstoffe weist Lücken auf. Im Österreichischen Montanhandbuch (ÖMH) wird für die Steiermark für das Jahr 2006 folgende Anzahl von Betriebsstätten für den Abbau grundeigener mineralische Rohstoffe genannt: Kalkstein (24), Dolomit (8), Quarz und Pegmatit (1), Quarzit (10), Basaltische Gesteine (6), Serpentinit (3), Gneis (2), Schiefer/Phyllite (1), Lockergesteine (Kies/Sand, Grus/Schutt; 54) und Traß (1). Der Zugang zu potentiellen Abbauflächen klassischer Rohstoffe und der Baurohstoffe ist für die Zukunft nur mehr erschwert möglich. Potentielle Abbauflächen von Rohstoffen sollen daher über den Österreichischen Rohstoffplan im steirischen Raumordnungskonzept für die Zukunft sichergestellt werden.
Schlüsselworte: Steiermark; Rohstoffpotential; Mineralische Rohstoffe; Bergbau 1950 -2006; Produktion.
Joannea Geol. Paläont. 10: 39-48 (2008)



