Zur Volkskultur des Magnesitbergbaues Hohentauern/Sunk
von Alois Leitner
Zusammenfassung: Mit dem Rückgang der einst blühenden Montanindustrie infolge Stillegung bzw. Schließung zahlreicher Lagerstätten aufgrund zu geringer Wirtschaftlichkeit, gehen wichtige Elemente der traditionsreichen Montankultur verloren.
Dazu kommt, dass erst Franz Kirnbauer und Gerhard Heilfurt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen die Montankultur wissenschaftlich zu bearbeiten und diese ab diesem Zeitpunkt einen Platz in der Kulturwissenschaft einnahm.
Gerade seit der Schließung vieler Bergbaue in Österreich beschäftigen sich viele Personen, vor allem ehemalige Bergleute, mit der kulturpflegerischen Arbeit, um so dem Verlorengehen der Montankultur entgegen zu wirken.
Schließlich war die Arbeit in allen Bergbauen durch ihre entlegene Lage und den Gefahren über und unter Tag gekennzeichnet. Im Zusammenhang damit entwickelte sich ein besonderer Gemeinschaftssinn unter den Bergleuten. Trotz des Kulturwandels um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, der auch beim Montanwesen nicht vorüberging, ist gerade im Bereich Brauch, Sitte, Glauben, Wohnung, Nahrung, Tracht, Gruß, Lied viel in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben.
Diese Arbeit sollte einen Beitrag dazu leisten, Montankultur am Beispiel eines relativ “jungen“ Bergbaues aufzuzeigen und festzuhalten.
Joannea Geol. Paläont. 3: 45-62 (2001)


