Objekt des Monats
Eine versteinerte Sirene aus Retznei
Wirbel und Rippen einer Seekuh
Die versteinerten Knochenfragmente wurden am 28.09.2008 anlässlich eines Grabungstages, organisiert von ... der Steierland ... und der Abteilung Geologie & Paläontologie, im Steinbruch Retznei der Firma Lafarge geborgen. Dieser Fund von Gerhard Prinz ist eine tolle Ergänzung unserer artenreichen Sammlung von Meereslebewesen aus dem Zeitabschnitt des Badeniums (ca. 16 Millionen Jahre) und lässt auch auf zukünftige spannende Entdeckungen hoffen. Norbert Winkler, Präparator der Abteilung, hat die Wirbel und Rippen mit viel Fingerspitzengefühl aus der kalkigen Ummantelung freigelegt.
Unser Fund ist ein Vorfahre der Gabelschwanzseekühe (Dugongs), die eine Familie innerhalb der Seekühe (Sirenia) bilden. Als pflanzenfressende Meeressäuger, verwandt mit den Elefanten, leben Dugongs in flachen, warmen Wässern der tropischen Meere, wo sie sich vorwiegend von Seegraswiesen und Algen ernähren. Eine Verdichtung der Knochensubstanz verringert den Auftrieb im Wasser und erleichtert das Abweiden der Pflanzen am Meeresgrund. Die erhaltenen Wirbel und Rippen der über 2 m langen Gabelschwanzseekuh stammen aus dem Übergangsbereich von Lende- zu Schwanzteil.


