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Ein Leben unter Streß? Beispiele aus der Zellphysiologie polarer und alpiner Pflanzen

Vortrag von Cornelius Lütz (Innsbruck)

  • 14.10.2010, 17:15 Uhr

Institut für Pflanzenwissenschaften, Holteigasse 6, A-8010 Graz. 

Wer sich im Hochgebirge oder in polaren Gebieten aufhält, will den zu erwartenden Klimastress auf den Körper minimieren: Sonnencreme gegen die UV-Strahlung, warme Kleidung gegen Kälte und Wind, Getränke gegen den Feuchtigkeitsverlust in trockener Luft sind unsere Hilfsmittel. Wie schaffen es Pflanzen in extremen Klimazonen sich zu schützen? Oder unterliegen sie nicht wirklich einer „Stresssituation“?

Einblicke in die strukturellen und physiologischen Reaktionen von Pflanzen aus den Alpen, von NW-Spitzbergen und der maritimen Antarktis sollen zeigen, wie man heute die zelluläre Klimaanpassung versteht. Im Zentrum steht die Photosynthese, verbunden mit Ultrastruktur-Beobachtungen. Ohne die Umwandlung von Strahlung in chemische Energie kann keine höhere Pflanze leben. Sie muss sich aber auch gegen ein Zuviel an Sonnenlicht schützen und u. U. Energie sogar vernichten. Ferner ist ein ausreichender UV-Schutz nötig, um Zellschäden zu vermeiden. Weiterhin sollte der Stoffwechsel mit niedrigen Temperaturen bis hin zu Frost von unter -40°C zurecht kommen.

Offenbar haben viele Pflanzen im Hochgebirge und in der Hocharktis ihre Lebensvorgänge an extreme Klimasituationen anpassen können. Stehen sie also nicht unter Stress? Der Vortrag versucht, einige Antworten zu geben.

Cornelius Lütz


  • Hörsaal 32.01, Inst. Pflanzenwissenschaften, Bereich Systematische Botanik
  • Holteigasse 6
  • 8010 - Graz
  • Terminart: Lernen & Wissen Vortrag |
  • Terminbereich: Naturkunde |
  • Kategorien: Vortrag