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Biodiversität im Wald: Im Spannungsfeld zwischen Waldnutzung und Naturschutz

Vortrag von Christoph Scheidegger (Birmensdorf/Zürich)

  • 28.10.2010, 15:00 Uhr

Institut für Pflanzenwissenschaften, Holteigasse 6, A-8010 Graz. 

In den vergangenen 150 Jahren hat der Lebensraum Wald durch Nutzung große Veränderungen erfahren. Erst in den letzten Jahrzehnten führte die sinkende Nachfrage nach Holz zu einer starken Zunahme des Holzvorrats im Wald. Die damit einhergehende generelle Verdunkelung der Wälder verschlechterte die Lebensbedingungen für lichtbedürftige Arten. Dennoch hat der gesetzlich verankerte Flächenschutz des Schweizer Waldes in Kombination mit der nachhaltigen Bewirtschaftung dazu geführt, dass heute im Schweizer Wald der Anteil an gefährdeten Arten oftmals kleiner ist als in den anderen Lebensräumen der Schweiz. Selten und gefährdet sind vor allem licht- und wärmeliebende Arten sowie Habitatspezialisten biologisch alter Entwicklungsphasen. Als größte Defizite im Wald, vor allem im Mittelland, werden heute die ungenügende Ausscheidung von Waldreservaten, das Fehlen von vielfältigen Strukturen und der Mangel an Alt- und Totholz angesehen. Ein Lichtblick ist die neue, multifunktionale Waldwirtschaft.


  • Hörsaal 32.01, Inst. Pflanzenwissenschaften, Bereich Systematische Botanik
  • Holteigasse 6
  • 8010 - Graz
  • Terminart: Lernen & Wissen Vortrag |
  • Terminbereich: Naturkunde |
  • Kategorien: Vortrag