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Was glänzt heute in der Kunst? Sammeln zwischen Repräsentation und Verantwortung

„Die Presse“-Gespräch

  • 06.05.2010, 18:00 Uhr

Schloss Eggenberg, Laternen-G‘wölb, Eggenberger Allee 90, 8020 Graz
Das Gespräch findet in englischer Sprache statt. Eintritt frei!
Information: +43-316/8017-9211

Prachtvoll, exzentrisch und unverhohlen repräsentativ – die Ausstellung Glanzstücke. Meisterwerke der Goldschmiedekunst aus der Sammlung Thyssen-Bornemisza in der Alten Galerie zeigt eindrucksvoll, dass Kunsthandwerk einst nicht nur der stillen Erbauung diente, sondern unverhohlen Status, Macht und Reichtum zur Schau stellte. Doch während heute Kunstsammler/innen zuweilen hochmoderne Spezialdepots erbauen lassen, um ihre Schätze möglichst umfassend zu konservieren, ließen barocke Herrscher noch kurzerhand goldene Prunkstücke einschmelzen, wenn diese démodé erschienen oder sie selbst knapp bei Kasse waren. Was lässt heute am Kunstmarkt die Kasse klingeln?
Und ist Sammeln tatsächlich nur ein Thema für die oberen Zehntausend? Darüber diskutieren „Die Presse“-Chefredakteur Michael Fleischhacker und die Sammlerin und Aktivistin Francesca von Habsburg.

Hans Pezolt, Nürnberg, 1626, sog. Imhoff-Pokal

Francesca von Habsburg studierte Kunst an der St. Martin’s School of Art und Kunstgeschichte am ICA in London. Ab 1989 war sie als Chefkuratorin der Sammlung Thyssen-Bornemisza in der Villa Favorita in Lugano zuständig für Sonderausstellungen. 1991 gründete sie die Arch Foundation, die sich für die Erhaltung von Kulturerbe engagiert, und 2002 die Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Foundation in Wien. Die Stiftung unterstützt die Produktion zeitgenössischer Kunstwerke und begleitet aktiv deren Realisierungs- und Vermittlungsprozess. Programmatische Schwerpunkte liegen in der Erfassung der regionalen Breite und Diversität künstlerischer Produktion sowie im Zusammenwirken unterschiedlicher künstlerischer Formen und Wissensdisziplinen.
Die von der Stiftung initiierten Projekte regieren auf ein künstlerisches Produktionsumfeld, welches Recherche, kontextspezifische Fragestellungen, Performativität und Display in den Produktionsprozess integriert. In Wien bespielt die Stiftung einen Ausstellungsraum, in dem noch bis 15. August 2010 die Gruppenausstellung Tactics of Invisibility zu sehen ist
(www.tba21.org).


 


  • Veranstaltungsraum Laternen-G’wölb, Schloss Eggenberg
  • Schloss Eggenberg
  • Eggenberger Allee 90
  • 8020 - Graz
  • T +43-316/8017-9532
  • eggenberg@museum-joanneum.at
  • Terminart: Lernen & Wissen Wissen |
  • Terminbereich: Kultur |
  • Kategorien: Veranstaltung