Dauerausstellung
Innovatives Konzept
2005 erhielt die Alte Galerie eine neue Struktur. Die Bestände wurden thematisch geordnet, ohne die chronologische Orientierung völlig aufzugeben. So sollen Besucherinnen und Besucher dazu angeregt werden, ganze Zeitalter auf zwanglose Weise kennen zu lernen, abwechslungsreiche Bilderkreise zu erschließen und über den Genuss der Kunst und die Freude am Schönen auch die eigene kulturelle Vergangenheit zu erforschen. Gesteigert wird das Erlebnis durch die ursprüngliche barocke Raumfolge.
Die Bestände mittelalterlicher Kunst (13. – 16. Jh.) sind im Südflügel untergebracht. Vorgestellt werden hier zentrale Themenkreise, die durchweg sakral sind wie Marienkult, Heiligenverehrung und die Passion Christi, um ein umfassendes Bild der christlichen Glaubens- und Bilderwelt zu vermitteln.
Der ehemalige Audienzsaal im zentralen Ostflügel bietet eine Einführung in die neuzeitliche Kunst (16. – 18. Jh.), die sowohl profane als auch sakrale Themen umfasst. Der anschließende Rundgang präsentiert wichtige Aspekte der Kunst seit der Renaissance: mythologische Allegorien, Altar- und Kabinettbilder der Gegenreformation in Innerösterreich und Flandern, sowie Genre- und Landschaftsbilder der Niederlande im „Goldenen Zeitalter".
Es folgen hoch- und spätbarocke Gemälde aus Italien und Österreich, wobei die Farbenpracht der "gran maniera" und ihre Ausstrahlung auf den deutschen Sprachraum im Vordergrund stehen.
Den Abschluss markiert die dekorative, erzählfreudige Genremalerei österreichischer Hauptmeister des Spätbarock wie Johann Georg Platzer und Franz Christoph Janneck. Besonders bemerkenswert ist der goße Werkkomplex von Martin Johann Schmidt, gen. "Kremser Schmidt". Mit ihm endet die lange, fruchtbare Barocktradition Mitteleuropas, erste Anzeichen des Klassizismus werden spürbar. Die Vielfalt der Tendenzen im späten 18. Jahrhundert belegen Porträts von so gegensätzlichen Zeitgenossen Schmidts wie Johann Georg Edlinger und Angelika Kauffmann.
Das Mittelalter
Die mittelalterliche Kultur ist zutiefst kirchlich bestimmt, deren Ausstrahlung weit über moderne Landesgrenzen hinausreicht. Dies gilt... 
Von der Renaissance zur Gegenreformation
Renaissance und Humanismus bewirken im 16. Jahrhundert einen tiefgreifenden kulturellen Wandel in Europa. Bürger wie Adelige bekennen sich in... 
Die neuen Gattungen der Kunst
Historie, Genre, Landschaft und Stillleben War das Mittelalter noch nahezu ausschließlich von kirchlichen Themen geprägt, so ist für die... 
Große Manier und Caravaggismus
Moralische Botschaften von Tugend und Laster Der Vorrang der Historie als Träger bedeutungsschwerer Stoffe und allgemein gültiger Botschaften... 
Das Kabinett als intimer Ort des Sammelns
Seit der späteren Renaissance bildet sich die moderne Kultur der Privatsphäre heraus, die auch eine individuelle Sammelkultur einschließt.... 
Um 1800: Am Vorabend des bürgerlichen Zeitalters
Die glänzende Entfaltung der kirchlichen Barockkunst im 18. Jahrhundert verläuft parallel zu Entwicklung und Ausbreitung aufklärerischen Denkens,... 

























