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Heroen und Heilige

Gemälde des italienischen Barock

  • 16.03.-26.08.2007, 10:00 - 18:00 Uhr

Die italienische Barockmalerei bietet ein umfassendes Panorama, das in dramatischen Bildern die Welt des katholischen Glaubens wie auch der klassischen Antike entfaltet. Eine Reihe ausgewählter Werke dieser Epoche aus dem Bestand der Alten Galerie soll dies nun vorführen. Die meisten von ihnen werden nach langer Zeit erstmals gezeigt und bilden eine schöne Ergänzung zur ständigen Schausammlung.

Domenico Piola, Werkstatt, Hl. Sebastian

Jacopo Negretti, gen. Palma Il Giovane (1548 –1628) beherrscht mit seiner großen Werkstatt die Kunst Venedigs zur Zeit der Gegenreformation. Der christliche Märtyrer ist hier nicht nur Leidender, sondern auch Sieger über Folter und Tod. Er verkörpert damit die Tugenden der Tapferkeit (fortitudo) und der Standhaftigkeit (constantia).

Die christliche Ethik gebietet aber auch, Barmherzigkeit (misericordia) zu üben und das Leiden zu mildern, wie es die hl. Irene beim gemarterten Sebastian, dem viel verehrten Pestpatron, vorführt. Eindrucksvoll zeigt diese ein Gemälde aus dem Umkreis von Domenico Piola (1627–1703). Dieser wirkte mit seiner casa di Piola in Genua, der anderen traditionsreichen Seerepublik im Norden Italiens und einstigen Rivalin Venedigs.

 

Die Barockkunst liebt besonders die Allegorie, um abstrakte Begriffe zu veranschaulichen, darunter auch jene Künste, die als geistige Tätigkeit an Wertschätzung gewonnen haben. Pietro Ricchi (1606 –1675) stellt Skulptur und Architektur in Gestalt schöner Frauen einander wie in einem Wettbewerb gegenüber. So haben schon in der Renaissance beide Künste untereinander einen lebhaften Wettstreit um den Vorrang ausgetragen, den paragone.


  • Terminart: Kunst/Ausstellungen Ausstellung |
  • Terminbereich: Kultur |
  • Kategorien: Ausstellung